Forschungsgruppe

Die Farbe der Dinge. Farbfotografie und kulturelles Gedächtnis

wählt aus dem Bereich der modernen Medien- und Kunstgeschichte exemplarische Entwicklungen der Farbfotografie aus, speziell die Dokumentarfotografie der 40er bis 60er Jahre des 20. Jh., und untersucht anhand dieser Gattung die Fragen nach Dauer und Verlust des kulturellen Gedächtnisses in Relation zu den instabilen farbigen Speichermedien und damit zusammenhängend wissenschaftskritisch das behauptete Primat des Schwarz-Weiß als Medium der "richtigen" und auch beständigen Dokumentarfotografie. Mit dem Fokus auf die politisch veranlasste bzw. motivierte farbige Dokumentarfotografie der deutschen Diktaturen gilt das Augenmerk der semantischen Qualität der Farbe, ihren Geschichts- und Gesellschaftsbilder generierenden Potentialen.

Forschungsvorhaben der TU Dresden
Institut für Kunst- und Musikwissenschaft
Leiter: Prof. Dr. Jürgen Müller
Bearbeiterin: Felicitas Rhan, M. A., Katharina Arlt, M. A.